Visionen- Stammtisch soll Stadtmarketing ankurbeln
Münster will der Kurstadt ein Gesicht geben und dabei auf die Naturparkregion Dübener Heide setzen
Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) will einen Visionen- Stammtisch für die Stadt Bad Düben gründen. Dieser soll nach einem Leitbild für die Kurstadt und Ideen für die künftige touristische Vermarktung suchen. Münster gab das bei der jüngsten Stadtratssitzung bekannt. Zuvor hatte der Marketingexperte Michael Seidel, der derzeit das Tourismusmarketing in der Dübener Heide im Rahmen einer Studienarbeit untersucht und etliche Schwächen analysierte, einen Vortrag gehalten. In seinen Untersuchungen kam er zu dem Entschluss, dass das Marketing für die Heideregion aus einem Guss erfolgen müsse und nicht wie derzeit, dass jeder Landkreis, jede Stadt und jeder Verein quasi sein eigenes Süppchen kocht. Seidel sprach von einem starken Leipziger Südraum, der in Konkurrenz zur Dübener Heide steht. Ebenso habe sich der Naturpark Fläming im Norden mittlerweile gut aufgestellt. Wenngleich Stadtrat Jürgen Findeisen (CDU) befand, „von der Dübener Heide redet niemand mehr“, würdigte Seidel das Engagement des Vereins Dübener Heide mit dem seit Juni laufenden Verbund der „Heidemagnete“. Das sind 12 besondere Ausflugsziele, die immer am ersten Sonntag des Monats Besucherangebote unter einem bestimmten Motto bereit halten. Auch Bad Düben mit Burg und Mühlen ist ein „Heidemagnet“. Was die Städte, also auch Bad Düben, angeht, sollten diese mehr auf die Dübener Heide als Region und damit als Türöffner für Touristen setzen. Wie ein Sprecher des Vereins Dübener Heide auf Anfrage dieser Zeitung sagte, hätten die Kommunen das bereits erkannt. Alle Heidestädte, der Tourismusverband sowie die Randkommunen Eilenburg, Torgau, Bitterfeld und Wittenberg arbeiten derzeit unter Federführung des Vereins Dübener Heide an einer gemeinsamen Imagebroschüre für die Naturparkregion. Ein Novum, denn eine Kooperation auf dieser breiten Ebene hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Des Weiteren wird der Tourismusverband seine Ferienlandzeitung künftig im Naturparkdesign herausgeben. Auch da zögen mittlerweile alle an einem Strang, hieß es aus Kreisen des Heidevereins. Dass der Naturpark Dübener Heide ein Pfund ist, von dem auch Bad Düben profitieren kann, hat CDU-Stadtrat Mike Kühne erkannt. Er sprach sich noch einmal explizit für ein Naturparkzentrum in der Kurstadt aus und favorisierte das alte Eckgebäude rechts am Burgeingang. Münster sagte, dass es dazu bereits ein Gespräch mit Vertretern des Vereins Dübener Heide gegeben hat.
 

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