Baum des Jahres 2003

Die Schwarzerle
eine derzeit sehr bedrohte Überlebenskünstlerin

Durch Entwässerungsprojekte und Pilzbefall die Schwarzerle in ihrem Bestand stark gefährdet. In der Dübener Heide ist sie jedoch noch häufig anzutreffen. Besonders an den Ufern unserer Bäche und Flüsse, aber auch in Überschwemmungsgebieten, die sich der Biber als Lebensraum geschaffen hat.

Das ist auch zugleich der Schwarzerle bevorzugter Standort, denn mit ihrem starken und tiefgreifenden Wurzelwerk wird sie von allen Bäumen mit Hochwasser am besten fertig und dient so auch zur Uferbefestigung. Die Schwarzerle ist gut an den eiförmigen Blättern zu erkennen und hat ihren Namen der dunklen schuppigen Borke zu verdanken.

Alnus glutinosa- wie ihr lateinischer Name lautet- wird höchstens 150 Jahre alt. Das Holz des Baumes verwendet man gern in der Kunst- und Möbeltischlerei oder als Furnier. Im Wasserbau ist es sehr dauerhaft, man sagt, dass Halb-Venedig auf Erlenpfählen steht. Früher wurde der „Holzschuhbaum" auch für Bleistifte und Küchengeschirr genutzt.

Quelle: "Ferienland Dübener Heide" Ausgabe 44


zurück