Baum des Jahres 2006

Die Schwarzpappel 
 

Die Schwarzpappel (Populus nigra) wurde aufgrund ihrer zunehmenden Bedrohung zum Baum des Jahres gewählt. Sie ist als gefährdet in den Roten Listen eingestuft, deutschlandweit gibt es nur noch rund 2.500 Exemplare (Stand 1998). Hauptgrund für Rückgang ist die Vernichtung ihres Lebensraumes, der Flussauen. Dort bevorzugt sie gut durchlüftete und wasserversorgte, nährstoffreiche Böden. Als Pionierbaumart, so in der Goitzsche, sind auch ihre Ansprüche an Licht und Wärme hoch. Sie erreicht ein Alter von 100 bis 150 Jahren.
Schwarzpappeln können auf günstigen Standorten bis zu 35m hoch werden und einen Stammdurchmesser von 1,5 bis 2m erreichen. Ihre Blätter sind lang gestielt, rautenförmig bis dreieckig mit verlängerter Spitze. Im Winter ist sie anhand ihrer großen, kegelförmigen und leicht klebrigen Knospen gut zu erkennen. Die Pappel ist zweihäusig, ein Baum besitzt entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Quelle: "Ferienland Dübener Heide" Ausgabe 57

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