Blume des Jahres 2006

Das Wiesenschaumkraut - Cardamine pratensis
 

Das 20 bis 60 cm hohe Kraut besitzt bodennah rosettenartige Grundblätter und unpaarig gefiederte Teilblättchen im oberen Stängelabschnitt. Der fast runde Stängel ist hohl, die Blüten sind blasslila, -rosa oder weiß. Die Blütezeit ist April bis Juli, wo es Feuchtwiesen in ein Meer aus weißen und rosafarbenen Blüten verwandelt. Das Wiesenschaumkraut wächst auf nährstoffreichen Feuchtwiesen, in Flachmooren und feuchten, lichten Wäldern. Es ist in der Dübener Heide vorwiegend in den Wiesen entlang der Bachläufe anzutreffen, so im Fliethbachtal.
Berühren die grundständigen Blätter des Krautes feuchten Boden bilden sich an den Ansatzstellen der Fiederblättchen Brutknospen, die zu selbständigen Pflanzen heranwachsen. Gefährdet ist die Blume durch Entwässerungen.
Wiesenschaumkraut ist essbar. Es hat einen leicht scharfen, würzigen und bitteren Geschmack, der an Kresse erinnert. Aus den jungen Blättern lässt sich leckerer Salat bereiten, gehackt können sie Frischkäse und Quark verfeinern. Hier ein Wiesenschaumkraut-Rezept zum ausprobieren:

Wiesenschaumkraut-Omelett
Zutaten:
 
2 handvoll Wiesenschaumkraut und Hirtentäschel; 8 Eier; 2 TL Zitronensaft; ½ Tasse Saure Sahne; 
½ TL Salz, Pfeffer; Butter für die Pfanne

Die gehackten Kräuter mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermengen. Die Eier verquirlen und zur Kräutermischung geben. Die Mischung in einer Pfanne mit wenig Butter stocken lassen, wenden. Das fertige Omelette auf einem Teller mit saurer Sahne bestreichen und mit Wiesenschaumkraut-Blättchen garnieren.

Denise Andrich

Quelle: "Ferienland Dübener Heide" Ausgabe 56

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