|
Es ist ein Singvogel ausgewählt
worden, der zu unserer Freude in der Dübener Heide recht oft anzutreffen ist.
Er ist mit seinem pfeifenden „wi wi wi" die Simme unserer Mischwälder
und Parkanlagen.
Der Kleiber braucht für das Brutgeschäft und die Futtersuche große und alte
Bäume, denn hier kann er zeigen was er kann und wofür sein Name auch steht. So
baut er sein Nest vorzugsweise in Baumhöhlen, wenn er auch Nistkästen
(Flugloch 32 mm) und Mauerlöcher nicht verschmäht. Und damit ihn bei der Brut
keiner stört, verklebt er den Eingang der Höhle mit Lehm soweit, dass nur er
gerade hinein schlüpfen kann. Also „Kleben – Kleiber".
Am meisten fällt uns der Vogel jedoch auf, wenn er kopfüber ganz geschickt und
schnell die Bäume abwärts klettert- bei der Futtersuche, nach Insekten und
Sämereien.
Der Sitta europaea, wie er auf latainisch heißt, ist klein und gedrungen, aber
recht schön gefärbt. Männchen und Weibchen sind in ihrem Aussehen gleich, das
Gefieder ist schiefergrau bis blaugrau und besonders markant ist der schwarze
Augenstreif, der sich von den weißen Wangen bis zum Nacken zieht. So ist er
nicht mit dem Baumläufer zu verwechseln, der deutlich unauffälliger gefärbt
ist.
Gebrütet wird einmal im Jahr in den Monaten April und Mai und im Nest liegen 5
bis 8 weiße Eier die rot gepunktet sind.
Sollten Sie den Kleiber noch nicht gesehen haben, was eigentlich recht
unwahrscheinlich ist, dann kommen Sie zu uns auf Wanderschaft, denn wie gesagt:
bei uns im Naturpark Dübener Heide fühlt er sich zu Hause!
sz.
|