Kleine Pilzfibel

Knollenblätterpilz Grüne Knollenblätterpilze (tödlich giftig)

sollte heute eigentlich jeder von anderen Arten unterscheiden können. Grüner oder weißer Hut, Blätter weiß, feingeriefte, gelappte Manschette, sie nach dem Abreißen vom Hutrand herunterhängt. Das wichtigste Kennzeichen:

Das untere Ende steckt als unterirdische Knolle in einer sackähnlichen Hülle. Damit dieses Merkmal erhalten bleibt sollte der fragliche Pilz auf keinen Fall abgeschnitten , sondern vorsichtig aus der Erde herausgedreht werden.

Lorchel Frühjahrs-Lorcheln (giftig)

Bereits ab Ende März bis etwa Mitte Mai können sie in sandigen Kiefernwäldern vorkommen. Wegen ihres Giftgehalts dürfen sie auf keinen Fall verkauft oder verschenkt werden, auch wenn der Sammler sie vertragen sollte. Weder Abkochen noch Trocknen dieser heimtückischen Art schützt vor möglichen schweren Vergiftungen. Zur Unterscheidung von Essbaren Morcheln (rechts) schneidet man die fraglichen Pilze durch. Lorcheln enthalten im Inneren mehrere Kämmerchen, die Morchel nur einen einzigen Hohlraum

Tintling Glimmertintlinge (jung essbar)

Die Art wächst im Umfeld alter Bäume bzw. Stümpfe, oft große Büschel bildend. Bei feuchter Witterung zerfließen Glimmertintlinge rasch. Sie sind im jungen Zustand als Suppenpilze schmackhaft, doch darf wie beim grauen Faltentintling mehrere Stunden lang kein Alkohol genossen werden. Beide Arten sind in der Dübener Heide häufig anzutreffen.

Stinkmorcherl Stinkmorchel (jung essbar)

Ab Juni kommt dieser originelle Fruchtkörper in Wäldern und Gärten vor. Zunächst sind sie in ihrer Gestalt einem Eierbovist ähnlich und als sogenanntes Hexenei essbar. Später entströmt dem Pilz ein starker Geruch, der im Umkreis von mehreren Metern wahrnehmbar ist und Aasfliegen anlockt, welche zur Sporenverbreitung beitragen.

Fliegenpilz Fliegenpilz (giftig)

Er ist der wohl schönste der einheimischen Pilze. Ihn kennt bestimmt schon jedes Vorschulkind. Sein Name rührt daher, dass man früher gezuckerte Pilzstückchen mit Milch übergoss, um Fliegen mit diesem Lockmittel zu vergiften.

Bovist Riesenbovist (jung essbar)

Ist ein kugelförmig gestalteter Pilz, der in Ausnahmefällen bis 10 kg schwer werden kann. Sie ähneln dann großen Kürbissen. Der Pilz muss innen weiß sein wie gekochtes Eiweiß. Er wird dann in Scheiben oder Streifen geschnitten, paniert und gebraten.

Seitling Austern-Seitling (essbar)

Im Spätherbst oder sogar Vorfrühling findet man diesen Pilz als Holzzerstörer an Baumstämmen. Meist wächst er dort büschelförmig. Sie eignen sich vorteilhaft als Pilzklopse oder werden kleingehackt gebraten. Austernseitlinge sind auch als Zuchtpilze bekannt.


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