Schwimmende Heidekonferenz des REK

Am 18. 10.2006 fand auf dem Goitzschesee die Schwimmende Heidekonferenz des 
Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) Dübener Heide statt. 
Nachfolgend einige Impressionen von der Veranstaltung

       Fotos der Heidekonferenz


Quelle: LVZ vom 23.10.2006

Tourismusmagnet Goitzsche
Mit dem Fahrrad zur Villa am Bernsteinsee – immer am Wasser entlang
 

Von HEIKE NYARI
Kreisgebiet. Die Goitzsche steht auf der Liste der Top-Seen Mitteldeutschlands ganz oben, ist sich Leo Artmann vom Regierungspräsidium Leipzig sicher, als er mit den anderen Teilnehmern der schwimmenden Heidekonferenz auf der Vineta über den See schipperte. Was aus der ehemaligen Bergbaufolgelandschaft geworden ist, könne sich sehen lassen. Nachdem die Kohleförderung am westlichen Rand der Dübener Heide abgeschlossen war, erfuhr diese Landschaft eine einmalige Umwandlung und zählt heute zu den Tourismusmagneten der Region.
Der Naturfreund kommt an der Seenlandschaft zwischen Löbnitz, Bitterfeld und Delitzsch ebenso auf seine Kosten, wie der Wassersportler, Radfahrer, Wanderer oder Segler. Der Landschaftspark Goitzsche hat neben riesigen Wasserflächen auch abwechslungsreiche Möglichkeiten für Freizeit und Erholung an Land zu bieten.

   


Unübersehbar steht am westlichen Ufer des Großen Goitzschesees die Bier-
mannsche Villa. Sie gilt bei den Gästen als der Juwel des Landschaftsparkes.
Heute beherbergt das im Jugendstil errichtete Haus das Hotel „Villa am Bern-
steinsee“. Am Fuße der führt der die Goitzsche umspannende Radweg vorbei.
Fotos: Heike Nyari

Wassersportler können Segeln, Paddeln oder Baden. Am Fuße der aufwändig sanierten Bernsteinvilla liegen die beiden Schiffe „Reudnitz“ und „Vineta“ vor Anker und laden zur Fahrt auf dem Goitzschesee ein.
Zahlreiche Wanderwege, insgesamt 80 Kilometer lang, durchqueren und umrunden den Landschaftspark. Größere Strecken eignen sich auch hervorragend zum Skaten. Ein besonderes Erlebnis ist es, einmal die gesamte Seenlandschaft mit dem Fahrrad zu umrunden. Das sind 70 Kilometer ausgebauter Radweg, mit schönen Rast- und Aussichtspunkten.

Die sogenannte Goitzschewildnis – hier hat der BUND mehr als 1300 Hektar Geländefläche in seine Obhut übernommen – überrascht mit neuen Lebensräumen, wo seltene Pflanzen und Tiere eine neue Heimat fanden. Ranger-Touren durch Wälder, Wiesen und Ginsterheiden bringen den Naturbegeisterten die Landschaft und ihre Bewohner näher.
Und auch die Kunst spielt bei der Gesamtgestaltung eine Rolle. Der 26 Meter hohe Pegelturm vor den Toren Bitterfelds ist nur eine von mehreren Betrachtungsmöglichkeiten. Da gibt es die Hügel und Kegel auf der Halbinsel Agora bei Pouch und die Goitzschewächter nahe dem Paupitzscher See. Neue Attraktion ist der Bitterfelder Bogen auf dem 110 Meter hohen Bitterfelder Berg. Das 27 Meter hohe Bauwerk gilt als höchste Erhebung der Region.


Die Heidekonferenz fand auf der dem Aussflugsschiff Vineta statt. Thomas Klepel, Geschäftsführer des Naturparks, bei seinen Ausführungen zur länderübergreifenden Regionalentwicklung.

Die Teilnehmer der Heidekonferenz konnten sich ein beeindruckendes Bild von der Entwicklung machen. (PDF / Grafik)

Quelle: LVZ vom 21.10.2006

Schwimmende Konferenz auf dem Goitzschesee
Landkreise und Ministerin beraten Entwicklung der Dübener Heide


Von HEIKE NYARI
Kreisgebiet. Noch vor wenigen Jahren prägte ein riesiger Tagebau die Landschaft um Bitterfeld. Heute gibt es weiße Sandstrände, grüne Schilfgürtel, Strandpromenaden, eine schwimmende Seebrücke mit Pegelturm, Landschaftskunstobjekte und vieles mehr. Davon konnten sich die Teilnehmer der Heidekonferenz überzeugen, als sie mit dem Ausflugsdampfer Vineta über den Goitzschesee schipperten. „Jetzt macht das Leben hier wieder Spaß“, freut sich nicht nur der Bitterfelder Landrat Uwe Schulze.
Der Landkreis Bitterfeld hat turnusmäßig den Vorsitz im Lenkungsausschuss und damit die Führung des REK-Prozesses (Regionales Entwicklungskonzept) in der Dübener Heide inne. Unter den Teilnehmer der schwimmenden Heidekonferenz war auch Petra Wernicke, die Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Den Konferenzteilnehmern ging es um die Regionalentwicklung der Heide zwischen Naturpark und Bergbaufolgelandschaft.
Ausgedehnte Wälder, gemütliche Dörfer, Wanderwege und -ziele, eine wiedergewonnene Erholungslandschaft, Badegewässer mit guter Qualität – die Vertreter der vier Heide-Landratsämter waren sich einig, dass es eine erfreuliche Entwicklung in den vergangenen Jahren gab. Dass alle Akteure in den beteiligten Landkreisen Delitzsch, Bitterfeld, Wittenberg und Torgau-Oschatz in Punkto Vermarktung Ländergrenzen überschreitend an einem Strang ziehen müssen, stehe für alle außer Frage. Schulze plädiert für die noch stärkere Vernetzung der Bitterfelder und Delitzscher Seenlandschaften mit dem Naturpark. „Wir sitzen alle in einem Boot“, stellte die Ministerin noch klar.
( PDF / Grafik )