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Neue Pretzscher Erklärung
Der „Städtebund Dübener Heide“ kann
auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit seit dessen Gründung im Jahr
2002 zurückblicken. Zahlreiche Vorhaben konnten realisiert werden.
Die „Gründungs-Erklärung von Pretzsch“ bot dafür eine gute
Grundlage. Nun sehen sich die Kommunen vor neue Herausforderungen
gestellt, die sich aus dem demografischen Wandel, zunehmendem
Leerstand von Einrichtungen, den Klimaveränderungen mit ihren ökologischen
Folgen oder der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit ergeben. Damit
geht auch die Notwendigkeit einher, eine neue Qualität der
funktionalen Kooperation zwischen den Kommunen über Ländergrenzen
hinweg anzustreben. Sie sehen auch neue Chancen, die sich aus den Möglichkeiten
der Nutzung regionaler Ressourcen und darüber hinaus aus der europäischen
Kooperation für die kommunale Entwicklung ergeben. Mit der „Neuen
Pretzscher Erklärung“ wird an die positiven Erfahrungen der
vergangenen fünf Jahre angeknüpft, um zugleich den neuen
Anforderungen und Chancen der Zukunft gerecht zu werden:
Die
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte Bad Düben,
Dommitzsch, Bad Schmiedeberg, Kemberg, Gräfenhainichen, Prettin und
Pretzsch erklären, als „Städtebund Dübener Heide“ dauerhaft zu
wechselseitigem Vorteil zusammenarbeiten zu wollen. Vor allem durch
eine solche Kooperation lassen sich künftig regionale und kommunale
Entwicklungsfragen im Interesse aller lösen. Dabei gilt es neue
Aufgaben anzugehen und Bewährtes fortzuführen:
Die neuen Aufgaben:
Der
„Städtebund Dübener Heide“
-
verfolgt
das übergreifende gemeinsame Ziel einer „energieautarken
Region“ bis 2020. Um dieses zu erreichen, wird eine Zusammenarbeit
bei der schonenden Nutzung und Reproduktion der regionalen
Ressourcen und bei der Entwicklung übergreifender Projekte
angestrebt.
-
verstärkt
die Zusammenarbeit zur Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region
und baut eine grundzentrale, funktionsteilige Entwicklung aus.
-
vertieft
die Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern, so z. B. dem Verein
Dübener Heide oder den Tourismusverbänden der Region, aber auch
mit den regionalen Unternehmen, den Bürgervereinen, den zahlreichen
Einrichtungen oder den Kirchen in der Dübener Heide weiter.
-
baut
die Kooperation mit thematischen Netzwerken, wie solchen zu Fragen
der Erneuerbaren Energien, des Tourismus oder der Wirtschaftsförderung
mit den Nachbarregionen, aber auch auf europäischer Ebene aus.
-
verstärkt
die Zusammenarbeit mit anderen Städtebünden in Sachsen,
Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.
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setzt
sich für eine neue Qualität im Innen- und Außenmarketing der
Region ein.
-
befördert
die Umsetzung strategischer Projekte in den Städten und den
verschiedenen Gebieten der Dübener Heide sowie in den angrenzenden
Landschaftsräumen.
-
fördert
die Entwicklung innovativer sozialer Projekte in den Kommunen, wie
z. B. Mehrgenerationenhäuser.
-
will
sich als Vorreiter auf dem Wege zu einer energieautarken Region
engagieren und mit anderen Regionen – auch auf europäischer Ebene
- kooperieren.
-
wirkt
auf eine konzertierte touristische Vermarktung hin.
-
beteiligt
sich an Modellprojekten, um vom Erfahrungsaustausch zu profitieren,
aber auch eigene Erfahrungen weiter geben zu können und zugleich
neue Finanzierungswege für Projekte zu erschließen.
-
sieht
sich als eine treibende Kraft für die Stärkung regionaler Identität
und für eine überregionale Kooperation im mitteldeutschen Raum
zwischen Leipzig und Berlin.
Die weiterführenden Aufgaben:
Der
„Städtebund Dübener Heide“
-
setzt
die bewährten Formen der Kommunikation und Kooperation zwischen den
Bürgermeistern und den regionalen Partnern fort.
-
versteht
sich weiterhin auch als kooperativer Partner der Landkreise und der
Landesregierungen sowie der regionalen Planungsgremien.
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setzt
sich für eine effektive Öffentlichkeitsarbeit im Interesse der
Kommunen ein.
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unterstützt
die Aktivitäten zur Pflege und lebendigen Darstellung
kulturhistorischer Traditionen, insbesondere in den Städten.
-
baut
alle Möglichkeiten der Nutzung neuer Medien im ländlichen Raum
aus.
-
widmet
sich auch der Suche nach Lösungen für die Probleme des ÖPNV in
dem peripheren Gebiet.
-
befördert
die Aktivitäten von Unternehmen zur Schaffung und Sicherung von
Arbeitsplätzen.
Der
„Städtebund“ wird von einer Geschäftsstelle unterstützt, die jährlich
wechselnd in einer Mitgliedskommune eingerichtet wird. Im gleichen
Rhythmus wechselt der Vorsitz, welcher zugleich die operationale
Leitung und die Sprecherfunktion beinhaltet.
Der
„Städtebund Dübener Heide“ will dem „Brückenschlag über die
Heide“ eine neue Perspektive geben und dabei die Bürger der Region
in ihrer Kreativität und ihrem Engagement unterstützen!
Die
Mitglieder des „Städtebundes Dübener Heide“:
Die
Bürgermeister/innen der Städte
Bad
Düben
Dommitzsch
Bad Schmiedeberg
Gräfenhainichen
Kemberg
Prettin
Pretzsch
Pretzsch, 29. Juni 2007 |