STÄDTEBUND DÜBENER HEIDE
    

Am 29. Juni 2007 unterschrieben die sieben Bürgermeister aus Sachsen und Sachsen-Anhalt die länderübergreifende "neue Pretzscher Erklärung".

 
Neue Pretzscher Erklärung

Der „Städtebund Dübener Heide“ kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit seit dessen Gründung im Jahr 2002 zurückblicken. Zahlreiche Vorhaben konnten realisiert werden. Die „Gründungs-Erklärung von Pretzsch“ bot dafür eine gute Grundlage. Nun sehen sich die Kommunen vor neue Herausforderungen gestellt, die sich aus dem demografischen Wandel, zunehmendem Leerstand von Einrichtungen, den Klimaveränderungen mit ihren ökologischen Folgen oder der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit ergeben. Damit geht auch die Notwendigkeit einher, eine neue Qualität der funktionalen Kooperation zwischen den Kommunen über Ländergrenzen hinweg anzustreben. Sie sehen auch neue Chancen, die sich aus den Möglichkeiten der Nutzung regionaler Ressourcen und darüber hinaus aus der europäischen Kooperation für die kommunale Entwicklung ergeben. Mit der „Neuen Pretzscher Erklärung“ wird an die positiven Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre angeknüpft, um zugleich den neuen Anforderungen und Chancen der Zukunft gerecht zu werden:

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte Bad Düben, Dommitzsch, Bad Schmiedeberg, Kemberg, Gräfenhainichen, Prettin und Pretzsch erklären, als „Städtebund Dübener Heide“ dauerhaft zu wechselseitigem Vorteil zusammenarbeiten zu wollen. Vor allem durch eine solche Kooperation lassen sich künftig regionale und kommunale Entwicklungsfragen im Interesse aller lösen. Dabei gilt es neue Aufgaben anzugehen und Bewährtes fortzuführen: 

Die neuen Aufgaben:

Der „Städtebund Dübener Heide“

  • verfolgt das übergreifende gemeinsame Ziel einer „energieautarken Region“ bis 2020. Um dieses zu erreichen, wird eine Zusammenarbeit bei der schonenden Nutzung und Reproduktion der regionalen Ressourcen und bei der Entwicklung übergreifender Projekte angestrebt.

  • verstärkt die Zusammenarbeit zur Sicherung der Daseinsvorsorge in der Region und baut eine grundzentrale, funktionsteilige Entwicklung aus.

  • vertieft die Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern, so z. B. dem Verein Dübener Heide oder den Tourismusverbänden der Region, aber auch mit den regionalen Unternehmen, den Bürgervereinen, den zahlreichen Einrichtungen oder den Kirchen in der Dübener Heide weiter.

  • baut die Kooperation mit thematischen Netzwerken, wie solchen zu Fragen der Erneuerbaren Energien, des Tourismus oder der Wirtschaftsförderung mit den Nachbarregionen, aber auch auf europäischer Ebene aus.

  • verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Städtebünden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

  • setzt sich für eine neue Qualität im Innen- und Außenmarketing der Region ein.

  • befördert die Umsetzung strategischer Projekte in den Städten und den verschiedenen Gebieten der Dübener Heide sowie in den angrenzenden Landschaftsräumen.

  • fördert die Entwicklung innovativer sozialer Projekte in den Kommunen, wie z. B. Mehrgenerationenhäuser.

  • will sich als Vorreiter auf dem Wege zu einer energieautarken Region engagieren und mit anderen Regionen – auch auf europäischer Ebene - kooperieren.

  • wirkt auf eine konzertierte touristische Vermarktung hin.

  • beteiligt sich an Modellprojekten, um vom Erfahrungsaustausch zu profitieren, aber auch eigene Erfahrungen weiter geben zu können und zugleich neue Finanzierungswege für Projekte zu erschließen.

  • sieht sich als eine treibende Kraft für die Stärkung regionaler Identität und für eine überregionale Kooperation im mitteldeutschen Raum zwischen Leipzig und Berlin.

Die weiterführenden Aufgaben:

Der „Städtebund Dübener Heide“

  • setzt die bewährten Formen der Kommunikation und Kooperation zwischen den Bürgermeistern und den regionalen Partnern fort.

  • versteht sich weiterhin auch als kooperativer Partner der Landkreise und der Landesregierungen sowie der regionalen Planungsgremien.

  • setzt sich für eine effektive Öffentlichkeitsarbeit im Interesse der Kommunen ein.

  • unterstützt die Aktivitäten zur Pflege und lebendigen Darstellung kulturhistorischer Traditionen, insbesondere in den Städten.

  • baut alle Möglichkeiten der Nutzung neuer Medien im ländlichen Raum aus.

  • widmet sich auch der Suche nach Lösungen für die Probleme des ÖPNV in dem peripheren Gebiet.

  • befördert die Aktivitäten von Unternehmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.

Der „Städtebund“ wird von einer Geschäftsstelle unterstützt, die jährlich wechselnd in einer Mitgliedskommune eingerichtet wird. Im gleichen Rhythmus wechselt der Vorsitz, welcher zugleich die operationale Leitung und die Sprecherfunktion beinhaltet.

Der „Städtebund Dübener Heide“ will dem „Brückenschlag über die Heide“ eine neue Perspektive geben und dabei die Bürger der Region in ihrer Kreativität und ihrem Engagement unterstützen!

Die Mitglieder des „Städtebundes Dübener Heide“:

Die Bürgermeister/innen der Städte

Bad Düben
Dommitzsch
Bad Schmiedeberg
Gräfenhainichen
Kemberg
Prettin
Pretzsch

Pretzsch, 29. Juni 2007

 

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