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Alljährlich findet jeweils am ersten Oktoberwochenende das
Grunaer Fährfest statt. (2002 musste das Fährfest und somit auch die
Kürung der „Muldekönigin“ wegen des Jahrhunderthochwassers leider
ausfallen).
Hier treffen sich Vereine der Region in ihren Trachten und historischen
Kostümen zum geselligen Beisammensein, zum Erfahrungsaustausch und sie
zeigen ihr Wirken in ihren Orten. Dazu sind natürlich Zuschauer und
Gäste recht herzlich eingeladen.
Eröffnet wurde das Fest in diesem Jahr am Samstag, 4. Oktober um 15:00
Uhr durch den Bürgermeister, der traditionsgemäß ein Fass Freibier
ansticht. Am Abend lud die Muldekönigin zum Ball im Festzelt.
Ein Höhepunkt war am Sonntag, 5. Oktober um 12:30 Uhr der Umzug der
Vereine (18 Vereine nahmen in diesem Jahr teil) durch das Dorf sein. Ein
buntes Völkchen marschiert zu den Muldewiesen und lässt sich dort
nieder.
Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt mit einheimischen
Produkten vom Grill und aus der Pfanne. Ein besonderer Gaumenschmaus war
dabei der frisch vor Ort geräucherte Fisch.
Das Fährfest hat sich bereits zu einem Heimatfest entwickelt, das sich
in der Region und auch darüber hinaus großer Beliebtheit erfreut.
nicht zuletzt durch die Zeremonie der Kürung der „Muldekönigin“.
Die „Muldekönigin“ repräsentiert die Region an der Mulde. Sie
macht auf Messen und Veranstaltungen auf sich und auf Besonderheiten der
Region aufmerksam; auf Flora, Fauna, Geschichte, und Tourismus an der
Mulde und ihrer Umgebung und dabei insbesondere auf Rad-, Wander- und
Wasserwege.
Jährlich können sich Frauen ab 18 Jahre als „Muldekönigin“
bewerben. Die Bewerberinnen sollen ihren Wohnsitz in einem Ort an der
Mulde zwischen Eilenburg und Löbnitz haben. Sie sollen heimatverbunden
sein und sie müssen sich einem Wettbewerb stellen, der zum jährlichen
Fährfest ausgetragen wird.
Zum Wettbewerb gehört ein Heimatquiz mit Fragen speziell zur Mulde,
Muldewasser schöpfen, wobei die Zuschauer kräftig anfeuern und ein
Kurzvortrag über die Region an der Mulde vor Publikum, den sich die
Kandidatinnen selbst ausgedacht haben.
Eine Jury, in der Vertreter der Vereine mitarbeiten, wählt die
Gewinnerin aus. Diese zieht dann ihr wunderschönes blaues Kleid an und
wird von der Jury feierlich gekrönt; erhält Schärpe und Krone. Nach
der Gratulation schreitet die „Muldekönigin“ in Begleitung der
Vereine zu ihrer ersten Fährfahrt auf der Mulde. Von nun an vertritt
die „Muldekönigin“ ein Jahr lang in ihrer Tracht die Region an der
Mulde.
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