Das Reitergrab

Es ist geradezu unwahrscheinlich, wie viel verschiedene Versionen es über die Entstehung der beiden Denkmäler am Ankerweg zwischen Schköna und Reinharz gibt. Sicher ist aber, dass das Bertagrab und das Reitergrab in einem ursächlichen Zusammenhang stehen.
Der Heimatforscher Emil Obst sen. aus Bitterfeld schrieb in seinem Heft "Mord- und Sühnekreuze" sinngemäß: Etwa 1500 Meter nördlich vom Wachtmeister liegt linksseitig das Bertagrab. Hier geht wohl selten jemand vorüber, ohne einen Zweig auf den kleinen Hügel zu legen. Biegt man von der Straße links ab, so findet man nach rund 600 Metern das Reitergrab. Emil Obst hatte dazu von Gutsbesitzer Enge aus Lubast erfahren, dass das Mädchen Berta aus Gommlo nach Schköna zur Kindtaufe gegangen sei, aber unterwegs von einem schwedischen Reiter überfallen und wegen verschmähter Liebe ermordet wurde. Der Täter sei unweit der Mordstelle tödlich vom Pferd gestürzt. Ihm zur Schande werfen vorübergehende auch heute noch Steine auf das Grab.
Das Ereignis soll in das Jahr 1631 fallen, als die Schweden während des Dreißigjährigen Krieges durch die Dübener Heide über Leipzig zur Schlacht bei Breitenfeld zogen.

Das Reitergrab


 


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