Gedenkkreuz für Guste Lehmann

 

Gedenkkreuz für Guste Lehmann

Wandert man von der Kreuzung der "Dreizehn" mit der "P-Linie" (Wegbezeichnung östlich von Schköna) rund 400 Meter südwärts, so befindet man sich an der Stelle, wo ein schlichtes Holzkreuz an eine grausige Mordtat erinnert. Am 11. Juli 1939 fuhr die 55jährige Waldarbeiterin Auguste Lehmann aus Schköna mit dem Fahrrad in den Wald, um Beeren zu pflücken. Hier, an der Dreizehn, lauerte der wegen zahlreicher Delikte gesuchte Werner K. aus Dessau, zerrte die sich sicher verzweifelt wehrende Frau vom Rad, um sie dann heimtückisch umzubringen. Geschickt verbarg er die Leiche in einer Kiefernschonung und verschwand lautlos, wie er gekommen war.
Erst nach 15 Tagen wurde die Ermordete gefunden, und es begann eine fieberhafte Suche nach dem Täter. Nur einem Zufall war es zu verdanken, dass der Schrecken der Dübener Heide gefasst werden konnte. Bei einem Dorffest in Burgkemnitz, wo er wohl ein neues Opfer suchte, wurde er von einer bereits früher überfallenen Frau wiedererkannt. Es gab zwar Stimmen, die Zweifel an der Täterschaft des Werner K. äußerten, aber die Überfälle blieben in der Folgezeit aus, und die Menschen der Dübener Heide konnten sich wieder beruhigen.


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