Stadtgeschichtliche Wanderung
 

Wegekreuz Muldebrücke Parkplatz an der B2 - Leipziger Straße - Stadtschule - Evangelische Kirche - Neumärker Straße - Neuhofstraße - Pesttor - Mühlstraße - Baderstraße - Am Baderteich - Torgauer Straße - Paradeplatz - Altstädter Straße- Markt
 

Strecke: 3 Kilometer
Markierung: keine

Wir starten am Burgeingang. Empfehlenswert ist vorher ein Museumsbesuch um sich mit der Burg- und Stadtgeschichte vertraut zu machen. Günstig ist, die Wanderung mit Stadtführer zu absolvieren (nach Voranmeldung).

Wir laufen auf der Leipziger Straße, am ,,Goldener Löwe" vorbei, der ältesten Gaststätte der Stadt. Einst Klostergaststätte (1066), gehörte sie ab 1494 zur Stadt. Sie wurde mehrfach zerstört bzw. beschädigt, die Jahreszahl 1617 an der Hauptfront erinnert wahrscheinlich an einen Wiederaufbau. Rechts befindet sich das ,,Hotel National", ein früher zum Burgkomplex gehörendes Geleitshaus, das nach 1780 Offizierskasino war; ein Neubau ist 1992 vollendet worden. Es geht nun nach links in die Lutherstraße, vorbei an der Stadtschule (1830 Mädchen-, 1840 Knabenschule), an der evangelischen Kirche (nach Brand 1508 wieder erwähnt, 1519 Reformation, 1809 teilweise zerstört, 1816-1819 Neuaufbau). Von der Kirche laufen wir nach links in die Neumärker, dann in die Neuhofstraße Neuhof - 1874 eingemeindet). Das Eckgebäude war 1813 Hauptquartier von Blücher.
Gehen wir am Friedhof vorbei, sollten wir kurz am Portal verweilen, dem 1577 im Renaissancestil erbauten, 1994 restaurierten ,,Pesttor". Unser Weg führt uns nun südlich stadteinwärts zur Mühlstraße (am oberen Teil stand bis 1880 das Mühltor), dann zur Kirchstraße mit Pfarrhaus, Turnplatz der Schule und Feuerwehrgerätehaus, zur Baderstraße und den Paradeplatz, dem 1828 zugeschütteten ehemaligen Stadtteich.
Neben dem früheren Hotel "Dübener Hof" (heute Gebäude der Raiffeisenbank) befand sich ein Geschützschuppen der Garnison (bis 1882). Am Platz, wo früher auch Märkte abgehalten wurden, hatten ehemals zwei Posthaltereien ihren Sitz. Den Abschluss des Platzes und der Stadt nach Norden zu bildete das 1847 abgerissene Torgauer Tor (etwa in Höhe von ,,Zigarren-Bock')'. In der Torgauer Straße wurde 1895 das Postamt eröffnet. Weiter stadtauswärts liegt der Bahnhof. Der Rückweg führt uns über den Paradeplatz, die Altstädter Straße und den denkmalgeschützten Markt, der von fünf Straßen aus zugänglich ist .
Das jetzige Rathaus ist 1723 fertiggestellt worden, nachdem das vorherige 1716 einem Stadtbrand zum Opfer fiel Seine Rückseite, die ,,Alte Post" (1793), ist jetzt Fremdenverkehrsamt. Die Apotheke stammt aus dem 17. Jahrhundert, trotz der Brände 1716 und 1844 ist ihr altes Kreuzgewölbe noch erhalten. Südlich wanden wir auf der Friedensstraße und schlagen dann einen Bogen zur Ritterstraße. Hinter der Schwarzbachbrücke stand ehemals das Eilenburger Tor, das im 17. Jahrhundert abgerissen wurde. Links sehen wir die Stadtmühle und die 1957 eingeweihte Katholische Kirche. Am Ende der Straße, am Hotel National, schließen wir mit einem Blick zur Sparkasse (seit 1939 - 1993 restauriert), wo einst das Burg-Freigut stand, unsere Stadtwanderung ab.