
Dübener Heide -einfach gesund!
Zwischen Leipzig und Berlin ist der Naturpark Dübener Heide eine
erste Adresse für Erholungssuchende! Umrahmt von Mulde und Elbe lockt das waldreiche,
sanfte Hügelland die Besucher in die reiche, oft einzigartige Flora und Fauna. Vor allem
können Sie sich bei frischer, sauberer Luft bewegen - ganz gleich ob bei kleinen
Spaziergängen, großen Wanderungen oder heidequerenden Radtouren. Entspannung wird groß
geschrieben, die Sorgen bleiben zu Hause und Sie tanken neue Kraft. Auch Fröhlichkeit und
Unterhaltung sind ein wahres Lebenselixier. Weit bekannt sind unsere beliebten Volksfeste,
wie das 6. Große Kremsertreffen in der Dübener Heide. Das ist die eine Seite der
Gesundheit, die zweite Seite sind unsere schönen Kurorte Bad Düben und Bad Schmiedeberg.
Die Patienten in den Reha - Kliniken und bei den ambulanten Kuren sind des Lobes voll, sie
finden bei vielen Leiden Heilung oder Linderung. Mehr und mehr kommen Gäste zu
prophylaktischen Kuren, so hat Bad Schmiedeberg u.a. Kompakt - Kuren im Angebot, die von
gesundheitsbewussten Leuten zunehmend in Anspruch genommen werden. Am besten Sie
informieren sich selbst, es lohnt sich!
Ganz wichtig: Ende des Jahres werden in beiden Kurstädten neue Häuser das Kuren noch
angenehmer und intensiver machen. Bad Düben erhält ein Kurzentrum und Bad Schmiedeberg
ein Kurmittelhaus. Beide sind aus den Fundamenten längst herausgewachsen, die Konturen
sind schon klar zu erkennen, vom Innenleben lassen Sie sich dann überraschen.
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Der Höhepunkt in diesem Jahr der
99. Deutsche Wandertag bei uns in der Heide
Ende Juli Anfang August erwartet die Bewohner der Dübener Heide ein
Großereignis besonderer Art. 10.000 bis 15.000 Wanderer aus allen deutschen Landen werden
sich treffen, um gemeinsam unsere Region zu Durchstreifen, über ihre Verbandsaufgaben zu
beraten und mit den Gastgebern zu feiern. Ein attraktives Rahmenprogramm wird zusätzlich
etwa die gleiche Besucherzahl aus dem Umland anziehen.
Zu den Höhepunkten gehören
- die Begrüßung der Wimpelgruppe aus Bad Driburg und die offizielle Eröffnung in Bad
Düben am Donnerstag, 29. Juli,
- der Festumzug der Wandervereine in Bad Schmiedeberg am Sonntag, 1. August, 14.00 Uhr
- die Abschlussveranstaltung in Bad Düben am Montag, 2. August. Noch nie waren so viele
Besucher aus allen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland gleichzeitig bei uns in der
Dübener Heide zu Gast. Die Zufriedenheit unserer Gäste entscheidet darüber, wie sie zu
Hause mit ihren Nachbarn Freunden über uns sprechen, ob sie uns als interessante Region
und gute Gastgeber weiterempfehlen und ob sie selbst noch einmal in die Dübener Heide
kommen. Uns bietet sich die einmalige Chance unser touristisches Niveau zu zeigen und für
uns zu werben.
Ein erfolgreicher 99. Deutscher Wandertag setzt gründliche Vorbereitung voraus. Viele
Bürger sind bereits seit längerem dafür tätig. Ein Vorbereitungsbüro befasst
sich mit
der detaillierten Planung. Ihm zur Seite steht ein Beirat unter Vorsitz von Herrn Landrat
Littke. Kommunen und Verwaltungsgemeinschaften erarbeiten Angebote für Gäste. Aber das
wichtigste ist, dass sich alle Bewohner der Heide mit dieser Veranstaltung verbunden
fühlen.
Schon während der Vorbereitung wurden deutlich, die Wanderer sind wissbegierig, sie
wollen möglichst viel über die Region und das Leben der Menschen erfahren. Freundliche
und auf geschlossene Gastgeber sind deshalb das A und O.
Wir werden dieses Ereignis gemeinsam nutzen, um touristisch für die Dübener Heide zu
werben, um langfristig Besucher zu gewinnen und den Tourismus zu einer soliden
Einnahmequelle zu gestalten.
Wer mehr über die Veranstaltungen wissen will, wende sich an die
Tourismusinformationsstellen in der Region oder an das Vorbereitungsbüro. Dort ist auch
das Programmheft erhältlich.
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Wir sehen uns wieder in der Dübener
Heide!
Das war der Abschiedsgruß alter und neuer Heidefans, wenn sie sich nach
Erkundigungen an unserem Stand in Halle 4 zur Leipziger Tourismusmesse im November 1998,
beladen mit unserer neuen Ausgabe des Ferienland Dübener Heide und weiteren
Prospekten zu Hotels und Gaststätten, Reiterhöfen und Bädern, Wanderungen und neuen
Freizeittipps auf den Weg machten. Viele schauten der temperamentvollen Tanzgruppe aus
Eilenburg und den Spinnerinnen aus der Heide zu. Gerade für viele Naturfreunde aus dem
Leipziger - Hallenser Raum ist es inzwischen geradezu eine Freude geworden, den
Fremdenverkehrsband Dübener Heide beim Biber Dübi zu begrüßen.
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Streuobstwiesen
Die CONRADI - Wanderung im zeitigen Frühjahr lockt jährlich nicht nur
zahlreiche Jeßnitzer Bürger ins Freie. Auf den fünf Kilometer langen, geführten
Rundwanderung bedeutet das gewissermaßen das Anwandern, das Schnuppern nach den ersten
Frühlingsboten, die sich im Salegaster Auwald bei Jeßnitz manchmal schon Anfang März
dem aufmerksamen Besucher zeigen. Das Bild zeigt Streuobstbestände am Wanderweg, die
verbreitet unter besonderem Schutz stehen, nicht nur im Raum Jeßnitz. Wer bei der
kommenden Wanderung dabei sein möchte: 13. März, 10.00 Uhr, Jeßnitz, Markt.
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Das Wandern ist des ...,oder ein Tag
in Bad Düben
Mit dem Auto von Leipzig kommend, quert man die Mulde und sieht links
die 1000 jährige Burg Düben, welche gerade aufwendig saniert wurde. Das Auto ist schnell
geparkt, die Wanderschuhe zugeschnürt und schon kann er losgehe, der Gang durch Bad
Düben.
Im Burggarten erwartet den technisch interessierten Besucher eine Schiffmühle, welch bis
in die 50iger Jahre unseres Jahrhunderts auf der Mulde verankert war und als einzige,
erhaltene ihrer Art in Deutschland gilt. Vom Burggarten aus durch den Turm Lug ins
Land gehend, gelangt man in den Burghof, der einen weiten Blick über die
Muldewiesen zulässt. Im Burgmuseum, das zum 99. Deutschen Wandertag wieder geöffnet ist,
können Stationen der Geschichte Dübens, mit unterschiedlichen Exponaten und
Einzelausstellungen wie: Alaunbergbau, Hexenprozesse, Napoleon, Blücher, Hans Kohlhase
(bekannt auch als Michael Kohlhaas durch eine Novelle von Heinrich von Kleist) besichtigt
werden.
Bad Düben hat aber nicht nur historische Sehenswürdigkeiten, sondern, und jetzt kommen
die Wanderschuhe zum Einsatz, schöne Rundwanderwege, vorbei an der Mulde mit dem Roten
Ufer, dem historischen Kurpark mit seinem sanierten Kurhaus, in dem der Gast gemütlich
verweilen kann und eine gepflegte Altstadt, in der viele Gebäude nach historischem
Vorbild renoviert worden sind. Wenn der Wanderer jetzt schon müde ist, kann er in einer
der vielen Gaststätten gemütlich und gepflegt essen und trinken. Von schönen Biergarten
des Hotels Schützenhausen kann man weit über die landschaftlich reizvolle und bei
Sonnenuntergang romantische Muldeaue blicken. Am Kurpark eröffnet im Dezember 99 ein
neues Kurzentrum seine Pforten.
Mit diesem multifunktionalen Haus und seinen herausragenden Gesundheits-, Wellness- und
Fitnessangeboten ist Bad Düben, neben der Rehaklinik für das nächste Jahrtausend
gerüstet. An der nördlichen Stadtgrenze, Ortsteil Hammermühle, fängt dann so richtig
die Heide an. Eine reizvolle Landschaft lädt den Wanderer ein und führt ihn über
kilometerlange Wanderwege Vorbei an Sumpf- und Moorgebiete, Waldwiese, Seen bis hin zu
großen Landstrichen, in denen der Biber eine Heimat gefunden hat. Nach einer richtigen
guten Wanderung kann man in Bad Düben in einem der zahlreichen Hotels. Pensionen oder
Privatquartiere übernachten und nach einem guten Abendessen die nächste Wanderung
planen.
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Heidehexen gut versorgt
Dieser, Anfang unseres Jahrhunderts kursierende Spottvers, trifft für
fast alle Heidedörfer zu und hat einen ersten Hintergrund. Arm war das Leben in der
Heide, es musste genutzt werden, was sich bot! Wir erinnern an die in früheren Ausgaben
erschienenen Artikel über Harzgewinnung, Köhlerei usw. So wurden z.B. Vertrocknete
Kiefernstämmchen zu größeren Quirlen verarbeitet, indem man einfach einen Astquirl
zurechtschnitt; weiter anfallende gerade Stücke noch zu Besenstielen verwendet. Der
eigentliche Besen entstand aus Birkenreisig Mehrere Ruten zu einem Bündel verdrahtet,
diese wieder zusammengefasst, fertig war der Stallbesen.
So leicht es sich schreibt, war es jedoch nicht. Es brauchte schon Übung, sollte ein
haltbares und ansehnliches Gerät daraus werde. Da fand sich fast in jedem Ort jemand, dem
das besonders gelang. Im Tausch gegen anderes fertigte der dann Reisbessen
für den ganzen Ort. Heute ist diese Kunst fast in Vergessenheit geraten, aber nur fast,
denn im Schullandheim Bad Düben wird dieses alte Handwerk gepflegt. Gemeinsam mit den
Kindern wird Birkenreisig gesammelt. Anschließend wird es mit einer Bündelreisigmaschine
gebündelt und eingelagert. Den Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wird im Schullandheim
Bad Düben das Handwerk des Besenbindens anschaulich demonstriert. Anschließend können
die Besucher einen kleinen Besen binden und diesen als Andenken mit nach Hause nehmen.
Auch Herr Reinhard Schwalbe in Wellaune fertigt Reisigbesen, denn Nachfrage besteht nach
wie vor, oft zeigt er auf regionalen Festen seine Kunst und manche Hexe hat
sich dabei auch einen Besen für den Nachhauseritt gekauft!
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Über die Schmiedeberger Höhen
Ich möchte sagen, dass die Zeitung Ferien Dübener Heide
wunderbar ist und schön ist auch, dass mein Foto von der Rast unseres Vereins
I.G. Chemie
Bitterfeld am Hirtenborn in der Sommerausgabe veröffentlicht wurde. Nun möchte ich auch
für andere Wanderlustige diese große Wanderung beschreiben.
Unser Weg begann in Söllichau, wohin wir mit dem Zug von Wittenberg gelangten.
Schon hier hatten wir viel Spaß, denn unter Gleichgesinnten gibt es immer
Gesprächsstoff. Die Bahnlinie überquert, ging es zum ersten Zielpunkt der
Friedrichshütte. Hier an diesem idyllischen Fleck, mitten im Wald, findet das
alljährliche Große Kremsertreffen statt. Von hier aus wurde es etwas schwierig, um zum
Heidekammweg nach Dahlenberg zu gelangen. Entlang der Wanderkarte Naturpark Dübener
Heide mussten wir den Mutterlosen Berg, Militärgelände, um gehen. Hoffentlich
gehört das bald der Vergangenheit an!
Dahlenberg überraschte uns mit einer Vielzahl Attraktionen, so der Hirtenborn und der
Nachbarbierbrunnen, geschaffen von Bruno Kubas, der in diesem Heidedorf lebt. Auch der
Naturlehrpfad und der Weg am Stausee entlang waren ein Erlebnis. An der Badestelle Wären
wir bei 27 Grad Celsius gern ins Wasser Gesprungen, doch es war Ende April und das kalte
Wasser Hätte uns erschreckt.
Übrigens, der Tip in der Zeitung vom Bauernstüb 1 in Darlenberg war
vorzüglich: die köstlichen Bratkartoffeln mit hausgemachter Sülze und Schwarzbier waren
eine Einkehr wert. Hier könnte man auch übernachten und ein paar Tage Urlaub machen.
Angelangt am Waldhotel Hachemühle wurde im Biergarten Kaffee getrunken. Ein
Stück weiter vereinigt sich der Heidekammweg mit dem Gebietswanderweg bis
Moschwig, es
ging auf Bad Schmiedeberg zu. Wir bummelten durch die Stadt und den Kurpark. Wir erfreuten
uns an den schmucken Häusern, deren Farben in der Sonne leuchteten.
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Entlang der Heide Katharina von
Bora in Wittenberg
Am 29. Januar 1999 jährte sich der Geburtstag von Katharina von Bora,
Luthers Ehefrau, zum 500. Mal.
So außergewöhnlich wie auch der Reformator war auch die Frau an seiner Seite, so
spannend wie sein Lebensweg verlief auch der ihre.
1499 wurde sie als Tochter eines verarmten sächsischen Adligen in Hirschfeld, nach
anderen Quellen in Lippendorf, geboren.
Bereits mit sechs Jahren gaben die Eltern sie ins Augustinerinnenkloster St. Clemens in
Brehna. 1509 wurde Katharina im Kloster Nimbschen aufgenommen. Am 8. Oktober 1515 weihte
man sie zur Nonne. Im Kloster lernt sie Lesen, Schreiben, Rechnen und die Anfangsgründe
des Latein. Sie erhält Einblick in die wirtschaftliche Organisation des Klosters und
erwirbt Kenntnisse im medizinischen Umgang mit Kräutern. Zu Beginn der 20er Jahre des 16.
Jahrhunderts scheint sie mit Lutherschriften in Kontakt gekommen zu sein.
In
der Nacht vom 6. Zum 7. April unternimmt sie zusammen mit elf weiteren Nonnen die Flucht
aus dem behüteten Dasein des Klosters in eine völlig ungewisse Zukunft. Neun der
geflohenen Nonnen werden über Torgau nach Wittenberg gebracht. Luther selbst bemüht sich
um ihre Versorgung. Einige von ihnen können verheiratet werden. Katharina von Bora wohnte
zunächst wahrscheinlich im Hause Lucas Cranachs. Eine geplante Verbindung mit einem
jungen Nürnberger Patrizier scheitert an dessen Eltern. Katharina lebt, beobachtet von
jedermann, weiterhin im Hause des Malers. Eine von Luther empfohlene Eheschließung mit
dem Pfarrer Glatz lehnt Katharina kategorisch ab. 1524 erklärt sie sich jedoch bereit,
entweder Luther oder dessen Freund Hieronymus Amsdorf zu heiraten. Am 13.6.1525 erfolgte
die Eheschließung der entlaufenen Nonne mit dem ehemaligen Mönch. Als Katharina ins
Schwarze Kloster einzieht, findet sie zum Haushalten fast nichts vor. Zunächst müssen
der notwendigste Hausrat und Möbel beschafft werden. Das ehemalige Kloster wird nach und
nach den Bedürfnissen der sich vergrößernden Familie angepasst. In den folgenden zehn
Jahren bringt Katharina sechs gesunde Kinder zur Welt.
Außerdem erziehen die Luthers noch zahlreiche Kinder von früh verstorbenen Verwandten.
Im Haus richtet Katharina eine Studentenburse ein. Es ist davon auszugehen, dass
täglich
mindestens dreißig Personen zu versorgen waren.
Wahrscheinlich beschäftigte Katharina bis zu zehn Mägde und Knechte, um das große
Hauswesen mit Viehzucht, Gärten und Gütern, Bierbrauen und ähnlichem zu bewältigen.
Für Luther, die Kinder und Hausgenossen, in Pestzeiten aber auch für die Wittenberger,
ist sie aufopferungsvolle Krankenpflegerin.
Luther schätzt das Tun seiner Frau und lässt ihr in Dingen des Haushaltens freie Hand.
In Briefen nennt er sie anerkennend und ein wenig spöttisch zugleich mein Herr
Käthe. In seinem Testament setzt Luther seine Frau, für seine Zeit völlig
unüblich, in Anerkennung ihrer Leistungen als Erbin und Vormund ihrer Kinder ein. Nach
Luthers Tod beginnen für sie schwere Jahre. Im Bemühen, die Familie, muss sie viele
Rückschläge hinnehmen und durchlebte schwere Stunden.
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Entlang der Heide - Katharina von
Bora in Torgau
Am 21. Dezember 1552 gegen 3.00 Uhr nachmittags sich ein langer
Trauerzug zur Torgauer Stadtkirche.
Professoren und Studenten der damals nach Torgau geflüchteten Wittenberger Universität
geleiteten Frau Käthe Luthers sterbliche Überreste zu Grabe. In der Stadtkirche St.
Marien fand diese bemerkenswerte Frau ihre letzte Ruhe, eine Ehrung, die sonst nur
hochgestellten Personen zuteil wurde.
Ihr Sterbehaus befindet sich in der jetzigen Katharinenstraße 11, dort befindet sich auch
seit 1996 eine Gedenkstätte, die Katharina - Luther - Stube. Dies ist die einzige
Gedenkstätte für die Ehefrau des Reformators. Die erste Berührung mit Torgau hatte
Katharina von Bora bei der schon erwähnten Flucht aus dem Kloster Nimbschen. Die Nonnen
schrieben einen Brief an Martin Luther, inspiriert von den Ideen der Reformation, und
baten um Hilfe.
In seiner Antwort riet er den Nonnen, sich an ihre Eltern zu wenden, damit sie wieder von
ihnen aufgenommen werden. Diese jedoch waren dazu nicht bereit und so ließ schließlich
der Reformator die Flucht der Nonnen organisieren. Unterstützung dazu erbat er von seinem
Torgauer Freund Leonhard Koppe, Besitzer eines Stadtgutesund längere Zeit Torgauer
Ratsherr. Bestärkt in der Ausführung seines Planes wurde er auch durch den Torgauer
Pfarrer Gabriel Zwilling (Didymus).
Ein günstiger Umstand war, daß das Kloster regelmäßig von Koppe beliefert wurde und
dies tat er dann auch mit gesalzenen Heringen zur Fastenzeit, Ostern 1523. Auf dem
Rückweg nahm er leere Fässer mit. Die Torhüter schöpften keinen Verdacht: 12 Nonnen,
unter ihnen Katharina von Bora, schlichen schnell zum Fuhrwerk, versteckten sich darauf,
und Koppe fuhr davon.
Nach vierstündiger Fahrt langten sie am frühen Ostersonntag in Torgau an und wurde von
Gabriel Zwilling empfangen. Vor Marienenkirche harrten schon Hunderte Torgauer Bürger der
entwichenen Nonnen und des Ostergottesdienstes.
Die erste Nacht der Freiheit verbrachten die Nonnen im Hause Koppes und wurden mit
weltlicher Kleidung aus Spenden des Torgauer Bürgertums versorgt. Am nächsten Tag, dem
8. April 1523, ging die Reise weiter nach Wittenberg.
Bescherten durch die Äbtissin wegen der Entführung blieben beim Kurfürsten ohne
Wirkung.
Und warum vollendete sich ihr Schicksal gerade wieder in Torgau?
Im Juli 1552 wurde wegen der drohenden Pestgefahr die Universität Wittenberg nach Torgau,
in das ehemalige Franziskanerkloster, verlangt. Im September beschloss Katharina mit ihren
beiden jüngeren Kindern, Paul und Margarete, ebenfalls nach hier zu fliehen. Sie lenkte
den Wagen. Kurz vor Torgau scheuten die Pferde und sie sprangen herunter, um diese
aufzuhalten. Dabei stürzte sie hat zu Boden und fiel in einen Graben. Kurze Zeit
bewusstlos, klagte sie anschließend über heftige Hüftschmerzen. Es stellte sich heraus,
dass ihre Beckenschaufel gebrochen war, sie wusste, wie es um sie stand, denn es ist
eine Krankheit zu Tode. Am 20. Dezember 1552 verstarb Käthe Luther im Haus
auf dem Scharffenberge.
Ihre Kinder setzten ihr in der Stadtkirche St. Marien einen Grabstein mit einem
ausdrucksvollen Bild. Die Umschrift des Steines lautet: Anno 1552 den 20ten
Dec. ist
in Gott selig entschlafen alhier zu Torgau Herrn D. Martini Luthers selige hinterlassene
Witwe Katharina.
In Wittenberg und Torgau werden eine Vielzahl von Veranstaltungen an den 500. Geburtstag
der Katharina, an das Leben und Wirken dieser Frau, erinnern.
Dazu gehören u.a. ein Luthermarkt in Torgau, das Stadtfest Luthers Hochzeit in
Wittenberg, Ausstellungen, Seminare und Vorlesungen, Theater und Konzerte. Und nicht
zuletzt die Theaterreise vom Kloster Nimbschen nach Wittenberg.
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Theaterreise von Kloster Nimbschen
über Torgau nach Wittenberg, auch die Dübener Heide
Im Bora-Jahr 1999 gestalten die Städte Wittenberg, Torgau und Grimma
die Flucht der 11 Nonnen aus dem Kloster Nimbschen aus dem Jahre 1523 nach.
Beginn dieser spektakulären Nachgestaltung der Flucht ist an der Klosterruine
Nimbschen,
das zirka sechs Kilometer südlich der Stadt Grimma an der Mulde liegt.
Am 12.Mai 1999 um 18:00 Uhr findet dort die Festveranstaltung statt.
Am nächsten Tag (Himmelfahrt) begibt sich der Troß, unter anderem mit zehn Planwagen,
nach Trebsen. Hier und an allen anderen Haltepunkten wird ein Theaterstück von Harald
Müller aufgeführt, das Bezug auf die Nonnenflucht nimmt. Die gesamte Wegstrecke wird von
den Teilnehmern in historischen Kostümen zu Fuß, zu Pferd oder im Planwagen
zurückgelegt. Am Freitag führt der Zug über Börln nach Frauwalde.
Am Samstag, dem 15. Mai wird Torgau erreicht, wo am Abend auf dem Schlosshof eine
Großveranstaltung stattfindet. Über Dommitzsch und Lausiger Teiche gelangt der Zug am
Sonntag nach Bad Schmiedeberg. Hier feiern die Schmiedeberger und ihre Gäste das
Margarethenfest. Der Zug endet am Montag in der Lutherstadt Wittenberg. Orte auf der
Strecke sind Meuro, Rackith und Wachsdorf.
Den genauen Zeitplan der Reise zwischen dem 12. Und 17. Mai entnehmen Sie bitte der
<Tagespresse.
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3. Fläming-Frühlingsfest in
Zahna/ am Sonntag, den 25. April 1999
Das Flämingstädtch Zehna liegt zirka 13 km nordöstlich der
Lutherstadt Wittenberg.
Rund um das1897 erbaute Rathaus, den Kirchplatz sowie den Anrainerstraßen wird sich
vieles von dem abspielen, was die Region Fläming, in der das Brauchtum noch groß
geschrieben wird, charakterisiert. Folklore aus dem gesamten Fläminggebiet ist auf zwei
Bühnen zu hören und zu sehen. Trachtenvereine stellen den Fläming liebenswert vor.
Einbezogen wird auch die Kreuzkirche St. Marien, unmittelbar am Markt gelegen, mit einer
Ausstellung über Kirchen im Landkreis. Diese romanische Kirche aus dem Jahre 978 ist eine
der letzten sieben dieser Architekturform in Europa. Auch das Bauernmuseum Zehna, etwa 500
m vom Markt entfernt gelegen, erwartet die Festgäste.
Traditionelles Handwerk, Gewerbetreibende, Händler und Gastronomen werden sich an 100
Ständen präsentieren. Auch für die Kinder ist eine Menge los - Karussell, Ponyreiten,
Kremserfahrten, Hüpeburg, Bastelstraße ... Von 10:00 bis 18:00 Uhr werden sie zum
Frühlingsfest in Zehna erwartet.
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3000 Quadratmeter Gesundheit
Im Herbst werden sich die Türen des neuen Bad Schmiedeberger
Kurmittelhauses öffnen. Das traditionsreiche Moorbad in der Dübener Heide - seit über
120 Jahren werden hier orthopädische und gynäkologische Erkrankungen behandelt -
verfügt dann über eines der modernsten therapeutischen Zentren Deutschlands. Auf
ungefähr 3000 Quadratmetern kann jedermann das breite medizinische und therapeutische
Leistungsangebot nutzen. Im neuen Kurmittelhaus werden die ortsgebundenen natürlichen
Heilmittel - Moor und Mineralwasser - für die medizinischen Behandlungen zur Verfügung
gestellt.
Neben den bewährten Naturmoorbädern und -packungen können Besucher erstmals auch das
Wasser des Bad Schmiedeberger Margarethenbrunnens und des Kurfürstenbrunnens für
Trinkkuren nutzen. In großzügig gestalteten Foyers werden die Entnahmestellen für die
wertvollen Mineralwässer sein.
Auch das bisher praktizierte breite Spektrum Kneipp´scher Anwendungen wird durch ein
Wassertretbecken sinnvoll ergänzt. Neue Therapie- und Sportmöglichkeiten ergeben sich
durch das Schwimmbecken des Hauses, mit dessen Hubboden die Wassertiefe bis zu 1,80 Metern
eingestellt werden kann.
Viel Platz wird natürlich auch für Massagen, Elektrotherapie, Gymnastik und Fitness,
Gesundheits- und Ernährungsberatung, Ergotherapie und psychotherapeutische Betreuung
sein. So entsteht eine zweite Lehrküche, denn die Kochkurse zur gesunden Ernährung
erfreuen sich bereits jetzt außerordentlicher Beliebtheit. Zusammen mit
Diätassistentinnen werden in Gruppen bis zu fünf Personen Rezepte vegetarischen Kochens
ausprobiert.
Das Kurmittelhaus des Eisenmoorbades bietet durch seine harmonische und elegante
Gestaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Ausruhen und Entspannen. Ein über drei Etagen
gehendes Atrium eignet sich für Ausstellungen, Lesungen oder musikalische Darbietungen.
Kaminzimmer, Bibliothek oder Cafe´ laden zum Verweilen ein für die Zeit zwischen den
verschiedenen Anwendungen.
Im neuen Bad Schmiedeberger Kurmittelhaus können täglich bis zu 700 Behandlungen
abgegeben werden. Damit ist ein Therapiezentrum mittlerer Größenordnung avisiert,
dass auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Es wird nicht das Größte, aber mit
Sicherheit eines der Schönsten und funktionellsten. Probieren Sie es aus. Kuren helfen,
Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen.
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Klein aber fein:
Pegelmesshaus an der Elbbrücke Wittenberg
Pegelmessungen an der Elbbrücke werden seit 1817 durchgeführt. Bis zum Bau des
Pegelmesshäuschens im Jahre 1905 auf der Südseite der Elbe am Brückenkopf erfolgte die
Messung des Pegelstandes mittels eines Lattenmesspegels. Diese Messstelle befand sich
damals allerdings auf der stadtzugewandten Elbseite.
Ein Schreibpegel maß ab 1905 kontinuierlich die Pegelstände der Elbe. Das Wasser- und
Schifffahrtsamt sanierte 1995 unter Denkmalschutzgesichtspunkten das Pegelmesshaus.
Bereits zwei Jahre vorher wurde eine Automatische Messanlage mit Messwertansage und
Datenfernübertragung eingebaut.
Seit Beginn der Messungen wurde im Februar 1862 der höchste Pegelstand der Elbe in
Wittenberg mit 6,28 m registriert. Den niedrigsten Pegelstand zeichnete das Messgerät
1952 auf. Dieser lag bei 94 cm.
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Kennen Sie den Ochsenkopf?
Heute möchten wir Ihnen eine Landschaft in der Dübener Heide
vorstellen, die in ihrem touristischen Zentrum einen originellen Namen trägt und für
Naturfreunde eine Augenweide ist.
Freilich fehlen hohe Berge; die höchste Erhebung, die Hohe Gieck (193 m NN) ist schnell
erstiegen, aber die ausgedehnten Wälder mit mächtigen Buchen und Eichen, gewaltigen
Kiefern und schlanken Birken laden jeden Naturfreund zum Wandern und zur Erholung ein.
Geschützte Pflanzen und Gehölze, ausgedehnte Flächen mit Heidel-, Preisel- und
Waldbeeren säumen die Wege. Herrliche Pilze, wie Maronen, Rotkappen, Birken- und
Steinpilze wachsen im Überfluss. Rehe und Hasen flüchten vor dem Wanderer, stille
Waldwiesen; unzählige Rinnsale, versteckte Seen und Moore, z.B. das Biosphärengebiet mit
den Biberburgen.
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