
Herzlich willkommen!
Liebe Wanderer aus ganz Deutschland und liebe Gäste aus nah und fern, der
Fremdenverkehrsverband Dübener Heide begrüßt Sie mit seinem Heidebiber
,,Dübi im Naturpark Dübener Heide!
Vom 29. Juli bis 2. August 1999 ist es soweit: Der 99. Deutsche Wandertag zwischen Bad
Düben und Bad Schmiedeberg ruft tausende Wanderfreunde zu uns unter dem Motto:
Wanderer im Liede vereint. Wir wollen ihnen ein liebenswerter Gastgeber sein! Ob beim
stimmungsvollen Umzug der Wandergruppen oder den interessanten Wanderungen durch Wald und
Flur - überall werden die Heidebewohner dabei sein und Ihnen zuwinken. Unsere Gastronomen
- von der Feldküche über das Ausflugslokal bis zum städtischen Gasthof wollen Sie
lukullisch verwöhnen, bestimmt probieren Sie einmal ein deftiges Heidegericht. Wir
stellen diese Zeitung unter das Motto:
Der 99 Deutsche Wandertag in der Dübener Heide - eine wunderbare Gelegenheit diese
schöne Landschaft touristisch zu erkunden und zu erleben.
Schauen Sie sich die Zeitung an, Sie erfahren viel Wissenswertes, Anregendes aber auch
Vergnügliches auf den nachfolgenden Seiten, dazu das Programm des Wandertages.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt bei und unvergessliche Eindrücke.
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...Alle Vögel sind schon da
jubiliert ein altes Frühlingslied. Amsel, Drossel, Fink und Star werden
darin genannt. Auch Über Lerche, Meise, Schwalben und andere gibt es Lieder oder
Liedchen. Von den Ammern kenne ich jedoch keines, obwohl ich gerade das ,»didididieh«
der GOLDAMMER Vogel des Jahres 1999 mag.
Etwas einförmig, zaghaft klingt es mir bei trübem Wetter, das als ,,wie, wie hab ich
dich lieb",. vom Volksmund interpretierte Liedchen, doch jubelnd und fröhlich bei hellem Sonnenschein. Zumal in diesem Gelände
kaum ein anderer Vogel zu der Zeit singt. In der offenen Flur nämlich, die mit einzelnen
Bäumen und Sträuchern bestanden ist; oft auch an Wegrändern, aber nie in geschlossenen
Beständen.
Der etwas über sperlingsgroße, durch seinen kurzen, dicken Schnabel" als Körner-
und Insektenfresser gekennzeichnete Vogel, sucht im
Winter oft mit Sperlingen vergesellschaftet seine Nahrung auf freien Brachen,
kommt auch mal ans Futterhaus. Trotz der fahlgelben Unterseite und dem zimtfarbenen
Bürzel fällt er wegen seiner, dem Spatzen ähnlichen, bräunlichen Oberseite in dem
lebhaften Treiben kaum auf Nur wer auch seine Ohren trainiert hat, hört fast immer beim
Auffliegen ein leises ,,zick" oder ,,zürr", das ihn aufmerken lässt. Zwischen
April und Juni kann man in Bodenhöhe sein sauberes Napfnest finden. Und obwohl nicht
gerade menschenscheu, bekommt man ihn meist nur durch Zufall zu sehen.
Khg
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Wanderer im Liede vereint
Der Dessauer Wilhelm Müller schrieb bekannte Volkslieder
Aus der Feder des am 7. Oktober 1794 in Dessau geborenen Lyrikers stammen so bekannte
Texte wie ,,Am Brunnen vordem Tore", ,,Das Wandern ist des Müllers Lust" oder
,,Im Krug zum grünen Kranze".
Er wußte, wovon er sprach, lag doch der Garten seines Elternhauses oberhalb einer Mühle
an der Mulde, nicht weit vom Dessau-Wörlitzer-Gartenreich, die Dübener Heide nebenan. In
einer Umgebung von Wasser, Wald und Wiesen verbrachte er seine Kindheit.
Er war der Sohn eines Schneidermeisters und studierte in Berlin Philologie. Den ,,Gedanken
der Freiheit für das Volk im Kopf trat er 1813, während der Befreiungskriege gegen
Napoleon, in das Preußische Heer ein. Schon ein Jahr später gründete Wilhelm Müller
einen Dichterbund, der ihm auch mit Hilfe seines r Freundes Graf Kalkreuth den Aufstieg in
Die Berliner Künstlergese1lschaft ermöglichte. Nach einer Italienreise und einem langen
Aufenthalt in Wien zur Zeit des Wiener Kongresses 1814/ 15 machte er viele
Bekanntschaften. Wilhelm Müller erschloss sich nicht nur die Wiener Hautevolee, sondern
traf in den Gesellschaften auch mitpolitischen Gruppen zusammen, von denen dem Wiener
Zentrum des griechischen Unabhängigkeitskampfes gegen die Türkenherrschaft sein
besonderes Interesse galt. Freiheitsgedanken in Verse umgesetzt, brachten ihm fortan den
Beinamen ,,Griechen-Müller" ein.
Zurückgekehrt nach Dessau arbeitete er als Lehrer, Bibliothekar der Herzoglichen
Hofbibliothek und zeitweise als Verlagsmitarbeiter bei F.A. Brockhaus. 1821
heiratete" Müller die Tochter des Regierungsrates von Basedow, Adelheid, eine
Enkelin des Begründers des Dessauer Philanthropinums und avancierte zum Hofrat. Lieder
des von Franz Schubert vertonten Zyklus ,,Die Winterreise" und ,,Die schöne
Müllerin" gehören neben anderen im Volksliedton gehaltenen spätromantischen
Gedichten heute zum Liedschatz und damit zu unvergänglichen Werken. Steht jener
Lindenbaum ,,Am Brunnen vor dem Tore" gar in der Dübener Heide? Wo mag der ,,Krug
zum grünen Kranze" gestanden haben, in den er durstig einkehrte und mit einem
Wanderer so manchen Becher Wein leerte? Inspirierten ihn
die unzähligen Wassermühlen jener Zeit zur Textzeile ,,Das Wandern ist des Müllers
Lust"?
Müllers Gedankengut war nicht nur Romantik. Hineingeboren in den Staat der Aufklärung,
des Fürstentum Anhalt-Dessau, lernte er den Gedanken der Freiheit auch auf seinen Reisen
kennen. Nach der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress waren Äußerungen liberaler
Gesinnung in der Publizistik nur noch versteckt möglich. Wilhelm Müller fand dazu
geeignete Formen, die seine Lyrik dem Zugriff der Zensur entzogen. Für die ,,Dessauer
Liedertafel" schrieb er Trink- und Tafellieder, in deren Texten man die Reibung an
den politischen Zeitverhältnissen verspürte.
Wilhelm Müller starb am 30. September 1827 in Dessau. Zur Erinnerung ist eine Straße in
Dessau nach ihm benannt. Ein Denkmal des Dichters steht im Dessauer Stadtpark in der Nähe
des Teehäuschens.
Felix Saul
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Wer recht in Freuden wandern will...
Der Wanderweg der Lieder
Wer bereits im Besitz des Jahrbuches der Dübener Heide 1999 vom Verlagshaus ,,Heide
Druck" und der aktuellen Wanderkarte vom Naturpark Dübener Heide, herausgegeben vom
Kartographischen Werbedienst Leipzig ist, kennt die 16 Stationen mit den dazugehören4en
Liedern auf der ca. 20 km langen Wanderstrecke vom Bad Dübener Kurpark über die
Siebenarmsäule, die ,,Schöne Aussicht" zum Bad Schmiedeberger Kurpark.
Es sind im einzelnen:
1. Moorbad Bad Düben
2. Obermühle Bad Düben
3. Schullandheim Bad Düben
4. Reinharzer Weg, Kreuzung Waldfriedhof OT Hammermühle
5. Kreuzung Reinharzer weg; Laufstrecke
6. Parkplatz Reinharzer Weg an der Straße Tornau Söllichau
7. Kreuzung Reinharzer Weg - Straße Söllichau - Eisenhammer
8. Kreuzung Reinharzer Weg -Försterweg
9. Siebenarmsäule
10. Heideringweg.Abzweig Försterteich
11. Abzweig Bad Schmiedeberger Stadtwald
12. Dreilllndereck
13. Schöne Aussicht Gabelung Heideringweg - Höhenkammweg
14. An den Bad Schmiedeberger Weinbergen zum Kuhteich
15. Moschwig über das Weinbergtal
16. Kurpark Bad Schmiedeberg
Von Wanderlied zu Wanderlied
An allen Stationen stehen Tafeln mit. bekannten Liedern, die Sie sicher kennen. So ist
eine kleine Rast angebracht, zumal hier Gelegenheit ist, auch die zweite und dritte
Strophe beim Gesang zu festigen. Sicher kommen Ihnen unterwegs noch weitere schöne
Wanderlieder in Erinnerung, die Sie singend durch Wald und Flur führen. Zur Einweihung
des Wanderweges beim 99. Deutschen Wandertag wird es darauf einen Vorgeschmack geben.
Lassen Sie es klingen: ,,Wandern wollen wir zu zweit auf die Heide zu, denn die Heide ist
so weit, läßt uns keine
Ruh!"
Die Wanderer, die sich für die Rücktour je nach dem ob sie bei Station 1 oder 16
beginnen) Marscherleichterung verschaffen wollen, können eine Tour mit Bahn und Bus
unternehmen.
Ihr Fahrplan von Bad Düben
SAX-Bus - Paradeplatz
Mo. bis Fr.: 9:05,13:05 und 17:05 Uhr
Sa., So., Feiert.: 10:00,17:00 Uhr 12:00Uhr
So., Feiert.: 14:00 Uhr
Bahn
mehrmals täglich (siehe Fahrplan)
Ihr Fahrplan von Bad Schmiedeberg
SAX-Bus - Bahnhof
Mo. bis Fr.: 9:55,13:55 und 17:55 Uhr
Sa., So., Feiert.: 10:55,17:55 Uhr
Sa.: 12:55 Uhr
So., Feiert.: 14:55
Bahn..
mehrmals täglich (siehe Fahrplan)
Walter Wototschek
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Radstafette zum 99. Deutschen
Wandertag vom Eggegebirge in die Dübener Heide
Vor einiger Zeit hat Herr Georg Marquardt aus Höxter mit anderen
begeisterten Radlern die Euro Route befahren. Er erinnert sich gern an viele engagierte
Mitstreiter in unserer Landschaft, die diesen schönen Radweg vorangetrieben haben. Was
liegt näher als die geschlossenen Freundschaften z.B. mit Lothar Manhes, dem Vater des
Radwanderns in der Heide, aufzufrischen. Er schreibt uns:
,,Zusätzlich zur Wimpelgruppe per pedes wird auch eine Radfahrergruppe von Bad
Driburg
über den Fernradwanderweg Euro-Route R1 nach Bad Düben und nach Bad Schmiedeberg fahren!
Samstag 24. Juli: Beginn der Fahrt in Bad Driburg über Höxter - Holzminden - Einbeck -
Bad Gandersheim - Goslar - Wernigerode - Thale - Bernburg - Dessau -Oranienbaum -Bergwitz
(R4) nach Bad Schmiedeberg und Bad Düben mit Ankunft am Donnerstag, 29. Juli
Streckenlänge: 450km, Tageskilometer: 65 bis 98.
Der Fremdenverkehrsverband Dübener Heide bittet die Radler unserer Region die Radstafette
unterwegs herzlich zu begrüßen und ein Stück des Weges zu begleiten.
Leider waren zum Redaktionsschluss die Durchfahrtsorte und -zeiten noch nicht bekannt.
Bitte rufen Sie im Juli Herrn ,Lothar Matthes an: Tel.:03491/402610.
Übrigens, wer zur Zeit des Wandertages in Wittenberg weilt und der Dübener Heide einen
Besuch abstatten will, kann das auch auf den Fernradwegen RI und R4 zu Fuß tun, so wie
unser Leser, Dr. Butzin aus Berlin: ,,Ich empfehle eine Station mit dem Zug bis Pratau zu
fahren. Durch den Ortsteil Kienberge führt eine ruhige Straße. Es geht nach links durch
offene Landschaft bis an die Bahn. Bald beginnt rechterhand ein kleiner Wald. Die
Wanderroute knickt rechts ab und führt an einem Bauerngehöft vorbei - hoffentlich sind
die Tore immer geschlossen, damit die gefährlichen Hunde nicht heraus können. Sobald man
die Straße erreicht, wird links eingebogen. Es geht durch Klitzschena über Bergwitz in
die schöne Dübener Heide".
.
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In 80 Minuten um die Welt Kennen Sie
Gustav Kögel?
Eine der vorgeschlagenen schönen Touren zum 99. Deutschen Wandertag ist die
,,Gustav-Kögel-Wanderung". Sie ist zwar nur ein kurze Runde- was sind schon 6
Kilometer - aber sie ist einmalig, dazu originell und unterhaltsam.
Aber der Reihe nach:
Mitten in Pressel, gegenüber der Kirche mit ihrem schlanken Turm, steht in einer kleinen
schmucken Anlage seit dem 6. Oktober 1996 der Gustav-Kögel-Gedenkstein.
GUSTAV KÖGEL
4.6.1860 bis 7.12.1947
AUS PRESSEL'
UMWANDERTE ALS ERSTER MENSCH VON 1894-1896
UNSEREN ERDBALL
Diesem bemerkenswerten Mann und seiner grandiosen Leistung haben hier
der Fremdenverkehrsverband Dübener Heide. der Verein
Dübener Heide, der Lauf und Wanderverein Bad Düben, der Förderverein des ländlichen
Raumes und nicht zuletzt die Gemeinde Pressel ein Denkmal gesetzt. Es ruft uns seine Tat
ins Gedächtnis und wird sie der Nachwelt für immer erhalten. Gustav Kögel wurde in
Pressel im Haus Nr.80 geboren. Das Haus steht schräg links hinter dem Gedenkstein. Er
besuchte' die Schule und erlernte danach das Schneiderhandwerk. Ein Angebot, als Schneider
in Kolumbien zu arbeiten, zerschlug sich, als er dort ankam. So machte er sich auf nach
Nordamerika. Hier erprobte er sich als Fußtourist und nahm 1894 eine Wette an die Welt in
zwei Jahren zu umwandern. Es winkten ihm 10.000 Dollar, sollte er Erfolg haben! Es würde
zuweit führen, die ganze abenteuerliche Reise, auf der er oft Gefährten hatte, zu
beschreiben. Aber einige Stationen seien genannt: San Francisco, New York,
London,Lissabon, Madrid, Monaco, Mailand, St.-Gotthard-Paß, Manchen, Berlin, Wien,
Istanbul, Baku, Bombay, Singapur, Shanghai, Tokio und wieder San Francisco.
Ganz ausführlich kann man das Abenteuer in einer Schrift nachlesen, die in der
Touristinformation in Pressel erhältlich ist. Es war ein großes Wagnis: Bei Kälte und
Hitze, bei Sturm und Regen und nicht selten bei Gefahr für Leib und Leben hat er ,diese
großartige Leistung vollbracht. Und natürlich hat er die Zeit gefunden, zwischen
München und Berlin, seinem Heimatdoff einen Besuch abzustatten. In Erinnerungen ist
erhalten geblieben, daß Gustav Kögel nicht nur ein unternehmungslustiger Mensch war, er
konnte auch fesselnd erzählen, hatte viel Humor und schrieb Gedichte.
Nach seiner Weltumwanderung wurde er als Weltmeister der Fußtouristen gefeiert.
Allerdings seine Wette hatte er verloren, obwohl er pünktlich nach zwei Jahren - 1896 -
am Ausgangspunkt eintraf. Der Zar erlaubte nicht, Sibirien zu durchwandern, wie es
verlangt war. Er nahm den Weg über Persien und Indien.
Als am 6. Oktober 1996 der Stein enthüllt und der Gustav-Kögel-Wanderweg eröffnet
wurde, war der Präsident des Verban der Deutschen Gebirgs und Wandervereine Herr Karl
Schneider dabei.
Wegweiser an großen Findlingen markieren die Stationen der Weltumwanderung.
Wahrhaftig eine gesunde und zugleich eine vergnügliche Reise um die Welt in 80 Minuten!
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Kuren in einer Landschaft von
ruhiger Schönheit
Dort, wo sich die Wälder des Naturparkes Dübener Heide lichten und den
Blick freigeben zur Auenlandschaft der Elbe, liegt die Kurstadt Bad Schmiedeberg.
Im Jahre 1878 wurde ,hier begonnen, die einheimischen Moorvorkommen für die Gesundheit zu
nutzen. Tqngrubenarbeiter und Töpfer wußten längst, daß das Eisenmoor ihren
rheumageplagten Händen wohltat. In den Jahrzehnten ist aus Kur und Stadt ein Begriffspaar
geworden.
Der idyllische Ort in einer Landschaft von ruhiger Schönheit hat sich zum staatlich
anerkannten Moor- und Mineralheilbad entwickelt.
Das Kurzentrum mit dem prächtigen Kurhaus im Jugendstil, dem historischen Kurpark und den
Gästehäusern wurde in den letzen Jahren durch neue Rehabilitationskliniken, Deutschlands
modernster Moorküche, Garten- und Parkanlagen erweitert. Der Trinktempel für die Wasser
des Bad Schmiedeberger Margarethenbrunnens und des Kurfürstenbrunnens wird das Zentrum
des Kurhausvorplatzes.
Im neuen Therapiezentrum Eisenmoorbad werden im Spätsommer die ersten Gäste willkommen
sein. Die Anwendungen der ortsgebundenen natürlichen Heilmittel erfahren in diesem Haus
auf idealste Weise ihre Verbindung mit klassischer und modernster Medizin
Neben den bewährten Naturmoorbädern und packungen können die Besucher erstmals
auch die hiesigen wertvollen Mineralwässer für Trinkkuren nutzen. Der Rdonhaltige ,,Bad
Schmiedeberger Kurfürstenbrunnen wird zur Inhalation und für medizinische Bäder
verordnet. Das Naturmoor wird traditionell angewendet Die spezielle Aufbereitungsart
sichert ein Heilmittel von höchster Reinheit und Qualität Das Moor wird mit dem ,,Bad
Schmiedeberger Margarethenbrunnen" gemischt. Damit wirkt ein Heilmittel in
wohltuender milder Form.
Das Therapiezentrum Bad Schmiedebergs eines der schönsten und funktionellsten seiner Art
in Deutschland- ist auf Ansprüche ambulanter und privater Kurgäste eingestellt
Kompaktkuren bei Arthrosen der Hüft und Kniegelenke, Frauenkompaktkuren bei
Karziomerkrankungen sowie Gesundheitswochen gehören ebenso zum Angebot wie die bewährten
günstigen pauschalen Badekuren, Fastentage, Programme zur Streßbewältigung und
Aktivwochen enden.
Außerordentlich gut angenommen wird natürlich der Klassiker unter den medizinischen
Leistungsangeboten - die ,,Bad Schmiedeberger Rheumakur".
Selbstverständlich gibt es auch ganz individuell auf den Kurgast zusammengestellte
Programme.
Der Kurort Bad Schmiedeberg bietet gerade für den aktiven Gast viele Möglichkeiten und
ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren. Zu jeder Jahreszeit lädt die reizvolle
Landschaft zu Entdeckungen ein.
Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg-KurGmbH, Eilenburger Straße 2
.06905 Bad Schmiedeberg Tel.: (034925)6-0, Fax: (034925)62900
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Das Kurzentrum in der Dübener
Heide
Abseits der Alltagshektik liegt in intakter Natur das alte
Heidestädtchen Ba& Düben, das Tor zum Naturpark Dübener Heide; Stadt und
Landschaft, das spürt man überall, sind zu einem harmonischen Ganzen zusammengewachsen.
Ab Dezember 1999 öffnet ein modernes multifunktionales Kur- und Wellnesszentrum, das
HEIDE SPA, seine Pforten, auf das Bad Düben lange gewartet hat. Es erschließt
ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeiten bei orthopädischen Erkrankungen, Herz-
Kreislaufbad Gefäßerkrankungen.
Endlich können alle Dübener Bürger, Kurgäste und Besucher aus nah und fern nach
Herzenslust die vielfältigen Angebote nutzen und im modernen Ambiente schöne Stunden
verbringen. Strudelliegen, Massagedüsen, WhirlpooI lassen keine Wünsche offen und in
angenehmer Ruhe kann man über die schönen Dinge des Lebens nachdenken.
Im Schwimmbecken kann man in aller Ruhe seine Bahnen ziehen und bei schönem wie bei
schlechtem Wetter ins Freie schwimmen. Eine in sich geschlossene Erlebniswelt wird das
Hamam - ein Türkisches Bad - sein. Lm maurischen Stil wird es in Kombination mit Rasul
und Sebbiamed die Gäste in eine orientalische Welt mit wohlriechenden Duften und
entspannender Musik entführen. Hier kann man relaxen und die Alltagssorgen vergessen.
Wer es gern sehr warm hat, der ist in der ausgedehnten Saunalandschaft am besten
aufgehoben. Er muß nur noch zwischen einer Dampf-, Finnischen oder Biosauna auswählen
und kann dann nach dem Schwitzgang im Kaltwasserbecken ins Freie schwimmen; Im attraktiv
gestalteten ,,Paradiesgarten" erwarten den Saunabesucher eine große finnische
Blockhaussauna und eine Erdsauna.
Wer mit dem Saunieren fertig ist, der kann sich im Saunarestaurant mit leckeren Speisen
und Getränken verwöhnen lassen. Der Besuch der Sauna wird auch separat möglich sein.
Neben dem großzügig gestalteten Hamam Bad- und Saunabereich werden in der modern
eingerichteten Kurmittelabteilung alle Formen der physikalischen Therapie, wie Moorbäder
und -packungen, Massagen, Kneippsche Anwendungen und Fangopackungen angeboten. Sportliche
Entspannung bieten modern ausgestattete Fitneßräume, die sowohl für Bewegungstherapien
als auch für individuelle Betätigungen genutzt werden können. Geschultes Fachpersonal
wird den Besuchern jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Ein Restaurant der
gehobenen Gastronomie im HEIDE SPA wird dafür sorgen, daß sich die Gäste nach allen
Aktivitäten so richtig wohl fühlen. Der Kursaal mit 470 Sitzplätzen ist mit einer
Bühne ausgestattet, die Theateraufführungen, Konzerte, Tagungen und Kino möglich macht.
Neben dem Kursaal wird es auch Seminarräume geben, in denen kleine Veranstaltungen oder
Familienfeste stattfinden können. Bad Düben ist somit gut gerüstet, um den
,,touristischen" Sprung ins nächste Jahrtausend zu wagen.
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Martin Luther, alias Bernhard
Naumann, in Zeichen des 99. Deutschen Wandertags
Was hat Martin Luther mit den Wanderern zu tun?
Zum einen legte Bruder Martin so manchen Kilometer zu Fuß zurück -
erinnert sei nur an den beschwerlichen Weg 1509/ 1510 über die Alpen nach Rom, als er
beim Papst vorsprach, um auf Missstände hinzuweisen. Zum anderen ist überliefert,
dass Martin Luther bis 1520 die Strecke zwischen Leipzig und Wittenberg viele Male
absolvierte. Damals in Universitätsfragen unterwegs, unter Geleitschutz von Studenten
stehend, die ihn durch das unsichere Gebiet der Dübener Heide begleiteten.
Damit kann Luther getrost als einer der berühmtesten Wanderer der Geschichte bezeichnet
werden.
Martin Luther, alias Bernhard Naumann, Darsteller des Reformators 1997 beim Wittenberger
Altstadtfest ,,Luthers Hochzeit" wird die geschichtsträchtige Strecke zwischen
Leipzig und Wittenberg über 72 Kilometer am Freitag, den 30.07.1999 als seinen Beitrag zu
Deutschlands größtem Wandertreffen in Angriff nehmen (natürlich in der Lutherschaube
des 16. Jahrhunderts).
Der begeisterte Hobbyhistoriker (Vorsitzender des Heimatvereins Wittenberg) arbeitet in
seiner Freizeit als Stadtführer. Aus der reichhaltigen Zitatensammlung Luthers hat er
für jede Lebenslage ein passendes parat.
Start der Ultra-Wanderung ist Freitag, der 30.07.99 um 5:30 Uhr am Straßenbahnendpunkt
Leipzig-Thekla. Weitere Stationen sind Wellaune 11:00Uhr (km 28), Bad Düben, Rathaus
12:00Schwemsal 14:00 Uhr (km 54,5), Bauerhaus 1:30 Uhr (km 47), Lubast 17:00 Uhr (km
54,5), Kemberg, Kirche 18:00- l9:00Uhr (krn58,5) und schließlich der Wittenberger Markt
21:45 Uhr
Eine Grußbotschaft des Leipziger Oberbürgermeisters an den 99. Deutschen Wandertag soll
mit auf Reisen gehen. ,,Ich würde mich freuen, wenn einige Wanderer mich ein Stück des
Wegs begleiten." - so am Ende der Wunsch von Bernhard Naumann, alias Martin Luther.
Dieser dürfte angesichts der Präsenz so vieler Wanderfreunde ganz sicher in Erfüllung
gehen.
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Das sechste
Wittenberger Stadtfest ,,Luthers Hochzeit" - 11. bis 13. Juni
Die Stadt Wittenberg, Wiege der Reformation, beherbergte in ihren Mauern so bedeutende
Persönlichkeiten wie den ,,Ma1er der Reformation" Lucas Cranach d.Ä., den ,,Lehrer
Deutschands" Phillip Melanchthon und nicht zuletzt Dr. Martin Luther. 1525 heiratete
der ehemalige Mönch Martin Luther die aus einem Kloster entflohene Nonne Katharina von
Bora.
Dieses Ereignis ist Anlaß für das alljährliche Wittenberger Stadtfest.
100.000 Wittenberger und Gäste erleben ein abwechslungsreiches Programm: Der Schloßhof
mit der Schloßkirche beherbergt den mittelalterlichen Markt der Spiel- und Handwerksleut,
wo ganz im Stile des 16. Jahrhunderts Waren, Speisen, Getränke und Handwerkskunst
dargeboten werden; die große Wiese vor dem Schloß ist an diesem Wochenende ganz in
Kinderhand. In den
Straßen der Altstadt erwarten die Besucher reichhaltig Handel und Wandel, kulinarische
Spezialitäten und Unterhaltung. In den Höfen der Cranach-Häuser ist Kleinkunst ebenso
zu sehen wie die Handhabung alter Werkzeuge und Gerätschaften. Vor der Stadtkirche St.
Marien schlagen Wittenberger Vereine ihre mittelalterlichen Lager auf laden zu Musik, Tanz
und deftigen Speisen. Die große Bühne auf dem Marktplatz ist am 116. Schauplatz der 7.
Wittenberger Dixielandnacht. Hier findet die Eröffnungszeremonie am Freitag um 17:00 Uhr
statt und das große Unterhaltungsprogramm am Samstagabend.
Der ,,Große historische Festumzug Luthers Hochzeit" ist am 12.6. ab 14:00 Uhr der
Höhepunkt des Wochenendes.
Wir erwarten Sie zu einem der zehn schönsten Stadtfeste in Deutschland.
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Kohlhaas vor den Toren der Dübener
Heide
Die Novelle des Dichters Heinrich von Kleist ,,Michael Kohlhaas"
hat ihren eigentlichen Beginn mit der Tatsache des Raubes zweier Pferde vor dem damaligen
Dorfkrug zu Wellaune. Hans Kohlhase, wie in der Chronik aus den Jahren 1595 -1600
berichtet, wurde auf dem Wege von Cölln an der Spree zur Leipziger Michaeus-Messe am 1.
Oktober 1532 eben hier vor dem jetzt historischen Kohlhaasen-Krug, kurz hinter der Mulde,
beschuldigt, seine mitgeführten Pferde gestohlen zu haben. Obwohl er energisch
widersprach, wurden ihm auf Geheiß des Junkers Günther von Zaschnitz auf Schloss
Schnaditz zwei seiner Rappen konfisziert. Die Weigerung des Junkers zur Rückgabe und
Ersatz des Schadens auf Grund eines Urteils in der Gerichtsverhandlung am 13. Mai 1533 auf
Burg Düben veranlassten den eigentlich rechtschaffenen Kaufmann sein echt selbst in die
and zu nehmen. Es begannen die ,,Kohlasschen Händel", die die damals Herrschenden in
ganz Nordachsen beunruhigten.
Aus der 1988 erstmalig stattgefunden ,,Michael-KohlhaasFestwoche" sind inzwischen die
,,Kohlaas-Festtage" geworden. Szenen, wie ,der Raub der Pferde vor dem Dorfkrug, die
Gerichtsverhandlung auf Burg Düben und der Prozess gegen Kohlhaas auf dem heutigen
Strausberger Platz gehören zum Repertoire der Festtage in der Ortschaft
Wellaune bei. Bad Düben. Darin eingebettet ist der historische Festumzug unter dem Motto
,,Ritter und Landsknechte, Edelleute und Kaufleute, Bauern und allerlei Volk auf dem Weg
zur Leipziger Messe Anno 1532", der historische Markt - den Messen im 16.,
Jahrhundert nachempfunden, der Tanz der Heidehexen um das nächtliche Feuer, Ausstellungen
zum Thema sowie Vorträge der Berliner Kleist-Forscherin Christa Radatz. Damit die
Festtage zu Ehren des Märtyrers der Gerechtigkeit für alle Besucher und Teilnehmer ein
bleibendes Erlebnis werden, haben die Veranstalter ein umfangreiches Programm u.a. der
heiteren Muse, Reiterspiele und Tanzabende zusammengestellt.
Lassen Sie sich überraschen, Chris Dörk ist auch' dabei.
Gen Reinhardt
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